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Stand von Planungs- und Infrastrukturprojekten

1. Oktober 2026
Der Gemeinderat Heiden möchte die Bevölkerung regelmässig über den aktuellen Stand und die geplanten Schritte wichtiger Planungs- und Infrastrukturprojekten informieren.

 

Neuer Bahn- und Bushof – Neubau

Die Baubewilligung des Bundesamts für Verkehr für den Bahnhof wird im Spätherbst erwartet. Zeitlich darauf abgestimmt eröffnet die Gemeinde dann die Baubewilligung für den Bushof. Erfreulich ist, dass keine Einsprachen eingegangen sind und das weitere Verfahren dadurch nicht verzögert wird. Die Umsetzung startet 2027 mit dem Bahnprojekt und wird voraussichtlich 2028 mit dem Bushofprojekt abgeschlossen. Der neue Bushof soll zum Fahrplanwechsel 2028 in Betrieb gehen.
 

Werdstrasse – Sanierung

Die Sanierung der Werdstrasse ist für das Agglomerationsprogramm 2028–2032 angemeldet. Dies ermöglicht Bundesbeiträge, verpflichtet aber auch dazu, das Projekt innerhalb dieses Zeitrahmens umzusetzen. Mit dem Kauf der Liegenschaft der ehemaligen Rosentalgarage (Grundstück Nr. 1359) durch den Kanton Appenzell Ausserrhoden ist der für den Kreisel benötigte Landerwerb gesichert. Das kantonale Tiefbauamt erarbeitet bis Ende des Jahres 2026 ein genehmigungsreifes Bauprojekt.
 

Ortsplanung – Revision

In der Gesamtzonenplanrevision werden nebst Bauzonenänderungen auch die Schutzzonenpläne von Natur- und Kulturobjekten überarbeitet. Die Revision des Baureglements ist ebenfalls notwendig, da direkte Abhängigkeiten zu den einzelnen Bauzonen bestehen. Beide Revisionen wurden durch den Kanton vorgeprüft. Um die Entwicklung in den Kurzonen zu unterstützen, soll im Baureglement die Wohnnutzung erhöht werden. Möglich ist dies nur mit der Reduktion der Kurzonenflächen. Die notwendigen Zonenplanänderungen sollen mittels Teilzonenplänen vorgezogen werden, damit das Baureglement unabhängig davon behandelt werden kann. Dieses Vorgehen gibt möglichen Investoren Planungssicherheit und ermöglicht die Entwicklung zeitnah. Zu sämtlichen Zonenplananpassungen und zum Baureglement werden Mitwirkungsverfahren durchgeführt, in denen sich die Bevölkerung einbringen kann. Nach der Durchführung der öffentlichen Auflage werden die Revisionen dem fakultativen Referendum unterstellt. Da zuvor noch verschiedene Abklärungen mit dem Kanton und den betroffenen Grundeigentümern erforderlich sind, lässt sich der Zeitrahmen derzeit noch nicht abschätzen.
 

Kirchplatz/Seeallee – Ortsentwicklung

Der Umzug der Postautos vom Kirchplatz auf den neuen Bahn- und Bushof erfolgt mit dem Fahrplanwechsel 2028. Das eröffnet grosse Chancen für die Gestaltung des historischen und touristischen Zentrums von Heiden. Espace Suisse, der Schweizerische Verband für Raumplanung, hat die Ortsentwicklung analysiert. Der Schlussbericht wurde im März 2026 veröffentlicht. Die Projekte sind im Agglomerationsprogramm 2028 – 2032 angemeldet, so dass Bundesbeiträge in Aussicht stehen. Diese werden insbesondere zur Förderung des Langsamverkehrs und zur Verkehrsberuhigung ausgerichtet. Die weiteren Arbeiten erfolgen entlang den Empfehlungen des Berichtes von Espace Suisse. Das Planerwahlverfahren für den Kirchplatz erfolgt zeitnah. Für die Bereiche Seeallee, Kurpark, Dunantplatz wird eine weitere Konsultationsrunde vorgesehen.
 

Behindertengerechte Bushaltestellen – Sanierung

In enger Zusammenarbeit mit dem kantonalen Tiefbauamt läuft die Planung zum behindertengerechten Ausbau der Bushaltestellen. An verschiedenen Orten müssen, nebst den Abklärungen über die Machbarkeit, auch Verhandlungen mit den Grundeigentümern geführt werden. Der Umbau der Haltestellen an der Werdstrasse erfolgt mit dem kantonalen Strassenbauprojekt.
 

Unterer Werdbüchel – Überbauungsplan

Der "Untere Werdbüchel" gehört zu den grösseren Baugebieten in der Gemeinde Heiden. Es ist noch nicht baureif; seine Erschliessung ist komplex und verlangt planerische Massnahmen in den Gebieten Werdbüchel, Hinterbissau, Brunnen und Schwendi. Der Gemeinderat hat aufgrund von verschiedenen Einwendungen im Einspracheverfahren entschieden, seinen Beschluss vom 26. August 2025 über die öffentliche Auflage der oben genannten Elemente aufzuheben. In Absprache mit der Grundeigentümerschaft wird die Erschliessungsvariante über den Werdbach erneut geprüft und dem Kanton zur Beurteilung vorgelegt. In der ersten Nachführung des kommunalen Richtplans wird die Erschliessungsrichtung deshalb vorerst nicht geändert. Der weitere Zeitrahmen ist noch offen.
 

Nord Mitte - Überbauungsplan

Das Baugebiet Nord hat eine längere Planungsgeschichte: Als 2005 Teile des Gebiets zurückgezont wurden, liess sich die Erschliessung nicht mehr wie im ursprünglichen Quartierplan von 1982 vorgesehen umsetzen. 2013 wurde der östliche Teil mit dem Quartierplan Nord Ost neu geregelt. Die Planung für den westlichen Teil gestaltete sich schwieriger. Die aktuelle Lösung setzt auf das Bestehende: Die vorhandenen Erschliessungswege sollen genutzt und nur wo nötig ergänzt werden. Das Mitwirkungsverfahren ist abgeschlossen, der Bericht wurde Ende September 2026 publiziert. Nach der Überarbeitung des Überbauungsplans und des Teilzonenplans wird die öffentliche Auflage erfolgen.
 

Hasenbühlweiher – Sanierung

Der Gemeinderat Heiden hat die Aufträge für die Sanierung und ökologische Aufwertung des Hasenbühlweihers vergeben. Die Ausschreibung wurde durch den Landschaftsarchitekten Martin Brunner vorbereitet, die Vergabe erfolgte nach einheitlichen Eignungs- und Zuschlagskriterien. Die Baumeisterarbeiten gehen an die Sonderegger AG, die Gärtnerarbeiten an die Dietz Gartenbau GmbH und die Holzplattform an die Wezel Holzbau GmbH. Der Weiher wird im September 2026 ausgefischt, anschliessend beginnen die Ausführungsarbeiten. Die Fertigstellung ist auf April 2027 vorgesehen.
 

Schützenhaus – Sanierung

Die Sanierung des Schützenhauses bleibt aufgeschoben. Die Lärmgutachten liegen vor und werden aktuell analysiert. Der künftige Betrieb bzw. die künftige Nutzung lassen sich erst nach dem Entscheid über eine hängige Schiesslärmklage klären.
 

Parkplatz Wies

Auf dem Sandplatz Wies soll ein Parkplatz mit Grünanlage entstehen. Die Gespräche mit der Eigentümerin Dorfbrunnen- und Rosenkorporation Heiden zum Abschluss eines Baurechtsvertrages laufen. Die Realisierung ist bis 2028 geplant.
 

Turnhalle Gerbe - Sanierung

Das Vorprojekt wurde durch das Architekturbüro Flühler, St. Gallen, in enger Zusammenarbeit mit den Fachplanern erarbeitet und in der Projektgruppe vorbesprochen. Im Zuge der Ausarbeitung konnten durch das Planungsteam verschiedene wesentliche Erkenntnisse gewonnen und in das Vorprojekt integriert werden. Dazu gehören insbesondere die Anforderungen an die Erdbebensicherheit, die Auslegung auf eine Nutzungsdauer von 50 Jahren sowie die vollständige Erneuerung der Gebäudetechnik. Diese Erkenntnisse spiegeln sich auch in den aktuellen Kosten wider, welche für die Sanierung derzeit bei rund CHF 4.77 Mio. liegen. Der Gemeinderat hat die Projektkosten genehmigt. Die Baueingabe ist für Januar 2027 geplant, der Baustart für Oktober 2027. Die Fertigstellung ist im Herbst 2028 vorgesehen.
 

Abfallentsorgung – Unterflurbehälter

Im Jahr 2026 wurden vier weitere öffentliche Halbunterflurbehälter erstellt. Bis Ende Jahr werden voraussichtlich rund 1'200 Haushalte in Heiden einem Halbunterflurbehälter zugeteilt sein. Damit verschwinden die Kehrichtsäcke zunehmend im Untergrund. Die aktuellen Standorte sind unter www.heiden.ch/unterflurcontainer einsehbar. Die Abfallregion St. Gallen-Rorschach-Appenzell (A-Region) hat sich zum Ziel gesetzt, den Kehricht bis 2029 möglichst flächendeckend mit Halbunterflurbehältern einzusammeln.

 


Gemeinderat Heiden